Notiz für mich: Steuern

Online seit 04.05.2017 in Bierbrauen

Dass die Herstellung von Bier - im Gegensatz zur Herstellung von Wein - der Steuerpflicht unterliegt, ist ein unschöner aber nicht zu ignorierender Fakt des Hobbys. §29 Biersteuergesetz und §41 Biersteuerverordnung legen die rechtlichen Grundlagen für Hobbybrauer, die ich für mich so zusammen fasse:

Die Herstellung von Bier ist nicht genehmigungspflichtig, muss aber dem zuständigen Hauptzollamt (für mich das Hauptzollamt Karlsruhe) jährlich vor dem ersten Sud angezeigt werden. Nach der ersten Anzeige erhält man von dort eine Hobbybrauernummer, die für allen folgenden Schriftverkehr verwendet werden sollte. Die ersten 200 Liter in einem Haushalt gebrauten Bieres sind steuerfrei.

Nachdem die Freimenge aufgebraucht ist, ist (nach Auskunft des HZA Karlsruhe) jeder Sud vorab formlos anzuzeigen und für den gebrauten Sud zeitnah per Formular 2075 die Steuer anzumelden, dort ist die Hobbybrauernummer als Unternehmensnummer einzutragen. Ein Steuerbescheid ergeht nicht und die Steuer ist ohne Aufforderung an das HZA zu überweisen. Edit: Nachfrage beim HZA Karlsruhe hat ergeben, dass das Formular 2075 auch als E-Mail übermittelt werden kann. Es muss nur persönlich unterschrieben sein, das heißt: Formular ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben, einscannen und dann ans HZA schicken.

Für die Steuer sind die Stammwürze \(SW\) in °Plato und die Ausschlagmenge \(AM\) in hl zu ermitteln. Der ermäßigte Steuersatz fürHobybrauer ist \(BSS = 0,4407 \frac{€}{°Plato * hl}\). Die Steuer \(S\) berechnet sich wie folgt: \(S = AM * SW * BSS\).

Die Bankverbindung des HZA Karlsruhe befindet sich auf dessen Internetseite .